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71. Weinfelder OL

Im Frühling bietet sich der Hörnliwald oberhalb von Hüttwilen als attraktives OL-Gelände an – bevor sich das Wild fortpflanzt und die Brombeeren alles überwuchern. Das zeigte sich auch am Sonntag, 8. März 2026, als thurgorienta dort mit dem 71. Weinfelder OL die Saison eröffnete.

Der eigentlich vorgesehene Wald um das Schwindisbüel in der Gemeinde Basadingen erwies sich als ungeeignet. Deshalb entschied sich das Team um Laufleiter Markus Good für den bewährten Hörnliwald. Mit seinen Stechpalmen, Wurzelstöcken und Erdlöchern bot er den Bahnlegern Mike Rechberger und Tino Flühmann attraktive Möglichkeiten, insgesamt 69 Posten zu setzen. 301 Läuferinnen und Läufer aus der ganzen Deutschschweiz wagten sich auf die 15 teils einfachen, teils aber auch anspruchsvollen Bahnen.

Auch beim Wettkampfzentrum musste die Laufleitung ausweichen, da die Hüttwiler Schulanlagen schon belegt waren. Stattdessen bewies das bekannte Rebgut Jäger seine Gastfreundlichkeit. Auf dem Gelände konnten sich die Jüngsten in einem Kinder-OL üben, in der Beiz die 51 Helferinnen und Helfer auf einen insgesamt gelungenen Lauf zurückblicken.

Bei freundlichem Frühlingswetter trübte nur ein bedauerliches Versehen die Stimmung. Kurz vor dem Lauf änderten die Verantwortlichen bei den Bahnen F (D70, 75, 80, H80, 85) und D (D16, H14, HB, OM) die ersten Posten. Auf den Karten wurden dabei die automatisch generierten Postenbeschreibungen angepasst, aber nicht auf den bereits gedruckten Zetteln. Dies verwirrte einige Betroffene so, dass sich die Laufleitung entschied, diese Kategorien nicht zu werten, mit der Bitte, das Missgeschick zu entschuldigen.

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Mitgliederversammlung 2026

Ein “einmaliger Familienbetrieb”: So sieht Martin Wenk den Verein, den er als Präsident führt. Am Samstag, 7. Februar fand die thurgorienta-Familie in Frauenfeld zusammen. Sie vergnügte sich beim Club-OL und beim Spaghetti-Plausch, dazwischen beschäftigten sich 60 Stimmberechtigte ab zehn Jahren an der Mitgliederversammlung mit den Geschäften des Familienbetriebs.

Die wichtigsten Informationen dazu:

Führung: Präsident Martin Wenk und Kassier Werner Jäckle gehen, wie bereits angekündigt, in ihr letztes Jahr. Und sie suchen Nachfolger unter den vielen fähigen Leuten im Verein. Vor allem das Präsidium bewarb Martin Wenk als attraktiven Job: “Man sieht in vieles hinein und muss nichts selber machen.”

Kommunikation und Informatik: Aufgrund seiner IT-Kompetenz entwickelte Werner Jäckle eigene Programme, um die Übersicht über das Personal und die Finanzen des Familienbetriebs zu behalten. Diese Eigenkreationen soll nach seinem Rücktritt eine Vereinssoftware ablösen, mit der sich auch die Kommunikation nach innen und nach aussen attraktiv gestalten lässt. Ein Projektteam unter der Leitung von Alex Reist kümmert sich darum, weitere Interessierte können sich gerne melden.

Ehrungen: Mit der Ehrenmitgliedschaft würdigt der Verein die Leistungen von Urs Wegmüller, der gemäss Martin Wenk “einen unglaublichen Service bietet, damit wir zu unseren Karten kommen”, und von Corsin Spinatsch, der als 9-Jähriger zu thurgorienta stiess, vier Jahre als Technischer Leiter wirkte und jetzt für das Postenset sorgt. Ausserdem dankte der Präsident der zurückgetretenen Redaktorin der orienta.news, Monika Riediker, für die 27 Hefte, “in denen sie uns so viele tolle Erinnerungen nach Hause geliefert hat”.

Statutenänderung: Da thurgorienta J+S-Beiträge = Bundesgelder bezieht, muss sich der Verein an die Branchenstandards halten. Dazu gehören neben der Ethikcharta und der Drogenprävention auch die Forderung nach einer minimalen Vertretung beider Geschlechter im Vorstand. Regionale Vereine müssen zwar nicht 40 Prozent erreichen wie nationale Verbände, aber in ihren Statuten eine Mindestquote festlegen. Bei thurgorienta – wo drei Männer und drei Frauen im Vorstand wirken – gelten künftig 28 Prozent. “Das ist eine komische Zahl”, erklärte Vizepräsident Tino Flühmann. Dies, weil sie sich auch bei einem allenfalls siebenköpfigen Vorstand anwenden lassen soll: “Damit können wir in den nächsten fünfzig Jahren gut leben.”

Auf das grösste Interesse stiess allerdings eine Information nach den zwei Stunden der ordentlichen Versammlung: die Rangverkündigung des Club-OLs. Mit dem Gabentisch beschenkte sich die thurgorienta-Familie selbst.

 

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Club-OL 2026

Einen Sieger wider Willen gab es (auch) beim Club-OL 2026, der vor der Mitgliederversammlung vom 7. Februar in Frauenfeld stattfand. Denn der Erfolg bei diesem traditionellen Anlass, bei dem auch das Glück mitspielen soll, ist eine zweifelhafte Ehre: Wer gewinnt, muss über den Siegeslauf in den orienta.news berichten und den Club-OL im nächsten Jahr veranstalten.

Jonathan Forrer, der Sieger von 2025, heckte knifflige Aufgaben für die Vereinsmitglieder aus. Er schickte sie nicht nur auf anspruchsvolle Bahnen im Algisser-Quartier nordöstlich der Kanti Frauenfeld, sondern gab ihnen mit zusätzlichen Hinweisen auf Schnipseln Rätsel auf.

Während sich das Guggenhürli auch Ortsunkundigen offenbarte, erwies sich “die südwestlichste Wiese” als handtuchgrosser Flecken auf dem Kantiareal. Und ein per Luftbild zu erratender Posten befand sich gar ausserhalb der Karte. Dazu blieb es das Geheimnis des Veranstalters, wie sich drei Parcours mit oder ohne Zusatzposten zu einer Rangliste verrechnen liessen.

Diese höhere Mathematik ergab aber schliesslich einen zwingenden Sieger, nämlich neben Werner Jäckle und Mirjam Reist als Erstgekrönten Renato Winteler. Das stellte ihn allerdings vor das grösste Problem an diesem Tag: Er hatte von der Familie strikte Order erhalten, nach dem Erfolg bei seinem Zweitverein, der OLG Welsikon, nicht nochmals als Sieger beim Club-OL heimzukommen.